Rot Weiss Ahlen unterliegt Schermbeck trotz großem Kampf
Unter Flutlicht im Wersestadion musste sich Rot Weiss Ahlen im Nachholspiel der Oberliga Westfalen dem SV Schermbeck mit 1:3 geschlagen geben. In einer intensiven und emotional geführten Partie zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Stöppel über weite Strecken großen Einsatz, wurde am Ende jedoch durch eine frühe Unterzahl, eine weitere Hinausstellung sowie mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen entscheidend aus dem Rhythmus gebracht.
RW Ahlen
1. Mannschaft
SV Schermbeck
1. Mannschaft
Aufstellung
Die Partie begann mit viel Tempo und hoher Intensität auf beiden Seiten. Ahlen suchte früh den Weg nach vorne und setzte erste Akzente, unter anderem durch Gian Luca Di Vinti, der sich stark über die rechte Seite durchsetzte, seinen Abschluss jedoch nicht am gegnerischen Keeper vorbeibrachte. Auch in der Folge blieb Ahlen aktiv und erarbeitete sich weitere gute Möglichkeiten – unter anderem durch eine sehenswerte Kombination über Marc Heider und Di Vinti, die jedoch ohne Torerfolg blieb.
In der 15. Minute folgte dann die erste spielentscheidende Szene: Nach einem Foul sah Bruno Soares die Rote Karte, den fälligen Strafstoß verwandelte Jamal El Mansoury zur Führung für die Gäste (16.). Doch Ahlen zeigte eine starke Reaktion. Nur wenige Minuten später fasste sich Marc Heider ein Herz und traf aus rund 20 Metern mit einem sehenswerten Drehschuss zum 1:1-Ausgleich (18.) – ein Treffer der Marke „Tor des Monats“.
In Unterzahl agierte Ahlen fortan diszipliniert und mit großer Leidenschaft. Zwar hatte Schermbeck mehr Ballbesitz, doch die Hausherren hielten dagegen und verteidigten kompakt. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Momente hatten, ohne dass sich am Spielstand noch etwas änderte.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie erneut an Brisanz zu – allerdings nicht nur aus sportlicher Sicht. In der 55. Minute geriet Ahlen erneut ins Hintertreffen, als einem Treffer der Gäste aus Ahlener Sicht ein klares Foulspiel an Marc Heider vorausging, das ungeahndet blieb. Nur kurze Zeit später pfiff der Schiedsrichter eine vergleichbare Situation zugunsten Schermbecks, den folgenden Freistoß nutzten die Gäste eiskalt zum 1:3.
Die Partie wurde zunehmend hitziger, die Diskussionen nahmen zu. Kurz danach wurde es aus Ahlener Sicht noch bitterer: Gian Luca Di Vinti sah die Gelb-Rote Karte (60.), nachdem er seine Mannschaft lautstark nach vorne pushte – eine Entscheidung, die der Schiedsrichter als unsportliches Verhalten wertete und die für viel Unverständnis sorgte, sodass Ahlen die verbleibende Spielzeit sogar in doppelter Unterzahl bestreiten musste. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage stemmte sich die Mannschaft weiterhin gegen die Niederlage, konnte jedoch keine entscheidenden Offensivaktionen mehr setzen.
Am Ende stand eine 1:3-Niederlage, die aus Ahlener Sicht nicht nur aufgrund des Spielverlaufs, sondern auch wegen der umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Mannschaft erneut Moral und Einsatzbereitschaft bewiesen hat – Tugenden, die im weiteren Saisonverlauf entscheidend sein werden.
Für Rot Weiss Ahlen gilt es nun, die Partie schnell aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. Bereits am kommenden Dienstag, den 21. April, steht die nächste Herausforderung an: Um 19:00 Uhr gastiert die Mannschaft im LVM-Preußenstadion bei der U23 von Preußen Münster. Dort bietet sich die nächste Gelegenheit, wichtige Punkte im Saisonendspurt zu sammeln.
