RWA holt Punkt nach 0:2-Rückstand
Rot Weiss Ahlen hat im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel eindrucksvoll Moral bewiesen und sich nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand ein 2:2-Unentschieden erkämpft. Vor heimischer Kulisse im Wersestadion zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Stöppel vor allem im zweiten Durchgang eine klare Leistungssteigerung und belohnte sich am Ende mit einem wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
RW Ahlen
1. Mannschaft
TSG Sprockhövel
1. Mannschaft
Aufstellung
Die Partie begann aus Ahlener Sicht zunächst verhalten. Die Gäste aus Sprockhövel übernahmen früh die Kontrolle und kamen bereits in der Anfangsphase zu ersten gefährlichen Abschlüssen. Ein Freistoß nach einem Foul von Soares strich nur knapp am Pfosten vorbei, wenig später musste RWA-Schlussmann Lukas Van Ingen gleich mehrfach eingreifen und hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. Ahlen brauchte etwas Zeit, um selbst offensive Akzente zu setzen, kam dann aber zunehmend besser in die Partie. Die bis dahin beste Möglichkeit hatte Wöstmann, der nach einer Flanke von Di Vinti per Kopf nur knapp verzog. Kurz darauf setzte er einen weiteren Abschluss aus der Drehung neben das Tor. In dieser Phase deutete sich an, dass der RWA mehr Zugriff auf das Spiel bekam.
Dennoch fiel das Tor auf der anderen Seite: Ein Distanzschuss aus rund 25 Metern brachte die TSG Sprockhövel mit 1:0 in Führung – ein Treffer, der Ahlen sichtlich aus dem Rhythmus brachte. In der Folge hatten die Gäste weitere Chancen und hätten die Führung noch vor der Pause ausbauen können, während der RWA offensiv nur noch selten gefährlich wurde. Nach dem Seitenwechsel folgte dann der nächste Rückschlag: Sprockhövel nutzte eine Umschaltsituation konsequent aus und erhöhte auf 2:0. Ahlen bekam in dieser Szene keinen Zugriff und lief dem Spielgeschehen zunächst hinterher.
Doch die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Angeführt von zunehmender Offensivpräsenz kämpfte sich der RWA zurück in die Partie. Bonsu hatte gleich zwei gute Abschlussmöglichkeiten, ehe in der Schlussphase die Aufholjagd ihren Lauf nahm: Nach einer präzisen Flanke von Bonsu war es Davin Wöstmann, der per Kopf zum 1:2-Anschluss traf. Nur wenig später folgte der Ausgleich – und was für einer: Wöstmann trat zu einem Freistoß an und verwandelte diesen sehenswert direkt zum 2:2. Das Wersestadion war nun voll da, und Ahlen drängte in einer intensiven Schlussphase sogar noch auf den Siegtreffer.
Am Ende blieb es jedoch beim leistungsgerechten Unentschieden. Während Sprockhövel über weite Strecken die aktivere Mannschaft war, zeigte der RWA vor allem im zweiten Durchgang große Moral und Kampfgeist. Für Rot Weiss Ahlen ist dieser Punktgewinn im Saisonendspurt von großer Bedeutung. Die Mannschaft hat einmal mehr bewiesen, dass sie sich auch in schwierigen Situationen nicht aufgibt – eine Qualität, die im Abstiegskampf entscheidend sein kann.
