Vorbericht: Rot Weiss Ahlen empfängt den FC Kaunitz
Nach zwei Auswärtsspielen innerhalb weniger Tage kehrt Rot Weiss Ahlen am Freitagabend zurück ins heimische Wersestadion. Um 19:00 Uhr empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Engin Yavuzaslan den FC Kaunitz zum nächsten Spiel in der Westfalenliga. Nach der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende beim SC Herford wollen die Rot-Weissen vor heimischer Kulisse wieder ein anderes Gesicht zeigen und zurück in die Erfolgsspur finden. Personell kann das Trainerteam dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen.
Hinter Rot Weiss Ahlen liegen intensive Tage. Erst das bittere Aus in der zweiten Runde des Westfalenpokals bei der Ibbenbürener Spvg., anschließend die erste Niederlage der laufenden Westfalenliga-Saison beim SC Herford. Am Freitag bietet sich nun unter Flutlicht im eigenen Stadion die Gelegenheit, die beiden zurückliegenden Ergebnisse abzuhaken und wieder für positive sportliche Schlagzeilen zu sorgen.
Dabei sollte der Blick auf den bisherigen Saisonstart trotz der jüngsten Rückschläge nicht ausschließlich negativ ausfallen. Die ersten drei Ligaspiele hatten gezeigt, welches Potenzial in der neu formierten Ahlener Mannschaft steckt. Auf den deutlichen 7:1-Heimerfolg gegen Eintracht Ahaus folgte ein 4:1-Auswärtssieg bei SuS Bad Westernkotten. Gegen den SC Peckeloh bewies RWA anschließend Moral und sicherte sich durch Christopher Raspers späten Treffer in der Nachspielzeit noch ein 2:2. Sieben Punkte aus den ersten drei Begegnungen standen damit zu Buche. In Herford folgte am vergangenen Sonntag allerdings der erste Dämpfer.
In Herford zu spät ins Spiel gefunden
Beim Aufsteiger SC Herford fanden die Rot-Weissen insbesondere im ersten Durchgang nicht wie gewünscht in die Begegnung. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase entwickelten die Gastgeber zunehmend mehr Druck und stellten die Ahlener Defensive immer wieder vor Probleme. Zwar hatte Christopher Rasper nach einem Freistoß von Jan Holldack eine gute Gelegenheit per Kopf, auf der Gegenseite musste RWA-Schlussmann Pincuks jedoch mehrfach eingreifen. In der 25. Minute war er schließlich geschlagen: Einen ersten Versuch konnte der Ahlener Torhüter noch abwehren, den anschließenden Nachschuss verwerteten die Gastgeber per Kopf zum 1:0.
Rot Weiss arbeitete sich anschließend wieder etwas besser in die Partie. Franko Uzelac kam zu einer Kopfballmöglichkeit, Marc Heider verpasste eine Hereingabe nur knapp und Tim Breuer zwang den Herforder Schlussmann nach einer guten Kombination mit Jan Holldack zu einer Parade. Statt des Ausgleichs fiel jedoch noch vor dem Seitenwechsel das 0:2. Zur Pause reagierte das Ahlener Trainerteam mit gleich drei Wechseln – und RWA zeigte im zweiten Durchgang zunächst eine deutliche Reaktion. Davin Wöstmann hatte innerhalb weniger Minuten zwei Möglichkeiten, Tolga Özdemir zwang den Herforder Torhüter mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade. Gerade in dieser Phase lag der Anschlusstreffer durchaus in der Luft.
Doch Herford überstand die Ahlener Druckphase und schlug auf der anderen Seite erneut zu. Ein Herforder Angreifer setzte sich im direkten Duell durch, umkurvte schließlich auch Pincuks und traf zum 3:0. Damit war die Begegnung entschieden. Nach zuvor sieben Punkten aus drei Spielen bedeutete das Ergebnis die erste Niederlage der Westfalenliga-Saison für Rot Weiss Ahlen.
Die passende Reaktion vor heimischer Kulisse
Viel Zeit, der Niederlage nachzutrauern, bleibt nicht. Bereits fünf Tage später wartet die nächste Aufgabe – und diesmal wieder im heimischen Wersestadion. Die Zielsetzung für Freitagabend ist klar: Die Rot-Weissen wollen an die Leistungen der ersten Saisonwochen anknüpfen und insbesondere wieder jene Intensität und Konsequenz auf den Platz bringen, die bei den beiden deutlichen Siegen gegen Ahaus und Bad Westernkotten zu sehen war.
Dabei gilt es gleichzeitig, die vergangenen beiden Partien richtig einzuordnen. Innerhalb weniger Tage musste RWA sowohl das Pokal-Aus in Ibbenbüren als auch die Niederlage in Herford hinnehmen. Gerade in einer neu zusammengestellten Mannschaft gehören Rückschläge zu einer Entwicklung dazu. Entscheidend wird sein, welche Schlüsse die Mannschaft daraus zieht und welche Reaktion sie nun zeigt. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Freitagabend unter Flutlicht – und vor den eigenen Fans.
Anan kehrt zurück – Fragezeichen hinter Özdemir und Dal
Personell sind die Voraussetzungen dafür grundsätzlich gut. Cheftrainer Engin Yavuzaslan kann gegen den FC Kaunitz nahezu aus dem Vollen schöpfen. Auch Kapitän Ilias Anan steht wieder zur Verfügung. Der Offensivspieler hatte die beiden zurückliegenden Begegnungen in Ibbenbüren und Herford aufgrund seiner Teilnahme an einem parallel stattfindenden Kleinfeldturnier verpasst und kehrt nun in den Kader der Rot-Weissen zurück. Noch offen ist dagegen der Einsatz von Tolga Özdemir und Oktay Dal. Hinter beiden Spielern steht aktuell noch ein Fragezeichen. Abgesehen davon stehen dem Trainerteam die personellen Möglichkeiten zur Verfügung, um auf die Niederlage vom vergangenen Wochenende zu reagieren.
Kaunitz auf der Suche nach Konstanz
Mit dem FC Kaunitz kommt ein Gegner ins Wersestadion, dessen bisheriger Saisonverlauf ebenfalls nicht nach Wunsch verlaufen ist. Die Mannschaft von Trainer Levent Cayiroglu hatte bereits zum Auftakt der Westfalenliga beim FSC Rheda einen schwierigen Start erwischt und unterlag im Kreisderby mit 0:2. Schon nach dieser Partie fand Cayiroglu deutliche Worte und stellte fest, dass seine Mannschaft unter ihrem eigentlichen Niveau geblieben sei. Insbesondere offensiv fehlte es beim Saisonauftakt an Durchschlagskraft.
Zwischenzeitlich wartete mit dem Westfalenpokalspiel gegen den Drittligisten SC Verl ein sportliches Highlight. Kaunitz unterlag dem Favoriten erwartungsgemäß deutlich mit 0:6. Zusätzlich bitter: Abwehrchef und Kapitän Felix Frosch sah in der Begegnung die Rote Karte und wurde anschließend für vier Spiele gesperrt. Auch im weiteren Saisonverlauf tat sich der FCK schwer, die gewünschten Ergebnisse einzufahren. Vor der Begegnung gegen den ebenfalls schwach gestarteten Aufsteiger RW Kirchlengern sprach Cayiroglu bereits davon, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, „den Bock umzustoßen“.
Dabei sieht der Kaunitzer Trainer die Situation seiner Mannschaft weniger als grundsätzliches spielerisches Problem, sondern vielmehr als Ergebniskrise. Nach eigener Einschätzung erspielte sich sein Team durchaus Möglichkeiten, ließ bei deren Verwertung allerdings die notwendige Konsequenz vermissen. Genau das macht den kommenden Gegner für Rot Weiss gefährlich. Eine Mannschaft, die ihren eigenen Ansprüchen bislang hinterherläuft, wird im Wersestadion alles investieren, um die eigene Situation zu verbessern.
Frühes Pokal-Aus als weiterer Rückschlag
Auch auf Kreisebene musste Kaunitz zuletzt einen Rückschlag verkraften. Als Titelverteidiger war für den FCK bereits frühzeitig Schluss. Die Pokalniederlage passte damit in einen Saisonstart, in dem Ergebnisse und eigener Anspruch bislang auseinanderliegen. Für RWA sollte die aktuelle Situation des Gegners allerdings keinerlei Anlass bieten, Kaunitz zu unterschätzen. Im Gegenteil: Gerade Mannschaften, die auf ein Erfolgserlebnis warten, können mit entsprechend hoher Intensität und Entschlossenheit auftreten.
Hinzu kommt, dass der FCK in den vergangenen Wochen immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen hatte. Neben dem gesperrten Felix Frosch fehlten zwischenzeitlich unter anderem Daniel Nadig, Gian Manuel Pieper, Colin Dillmann und Fynn Blomberg verletzungsbedingt. Auch Tom Stickling und Lennard Brink standen zeitweise nicht zur Verfügung. Unabhängig davon betonte Cayiroglu mehrfach, dass er von der Qualität seines Kaders überzeugt sei und mit einer Leistungssteigerung seiner Mannschaft rechne. Rot Weiss wird daher von Beginn an gefordert sein.
Faninformationen zum Heimspiel
Das Wersestadion sowie die Tageskassen öffnen am Freitag um 18:00 Uhr, eine Stunde vor dem Anpfiff. An den Kassen 1 und 2 ist sowohl Bar- als auch EC-Kartenzahlung möglich. An Kasse 1 werden zusätzlich die Akkreditierungen für die Begegnung abgewickelt. Für Inhaber von Dauerkarten, „Ahlener Originale“-Karten, VIP-/Kumpelkarten sowie bereits erworbenen Online-Tickets steht ein separater Eingang zur Verfügung. Wer sich sein Ticket bereits vor dem Spiel sichern möchte, kann dies über unseren Online-Ticketshop erledigen. Darüber hinaus sind Eintrittskarten am Freitag selbstverständlich auch an den Tageskassen erhältlich. Anstoß zwischen Rot Weiss Ahlen und dem FC Kaunitz ist um 19:00 Uhr.
Begegnung wird im Livestream übertragen
Wer am Freitagabend nicht persönlich im Wersestadion dabei sein kann, muss auf die Partie nicht verzichten. Das Westfalenliga-Spiel zwischen Rot Weiss Ahlen und dem FC Kaunitz wird erneut im Livestream des Hellweger Anzeigers übertragen. Den entsprechenden Link zur Übertragung werden wir rechtzeitig vor dem Anpfiff über unsere Vereinskanäle veröffentlichen.
Noch besser ist natürlich die Unterstützung direkt vor Ort: Freitagabend, Flutlicht und Heimspiel im Wersestadion – gemeinsam wollen wir zurück in die Erfolgsspur.
