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Foto: David Schneller

1. Mannschaft
Sonntag, 30.08.2026 18:55 Uhr | David Schneller

Rot Weiss Ahlen unterliegt beim SC Herford mit 0:3

Rot Weiss Ahlen muss am vierten Spieltag der Westfalenliga die erste Niederlage der noch jungen Saison hinnehmen. Beim Aufsteiger SC Herford unterlagen die Rot-Weissen am Sonntagnachmittag mit 0:3 (0:2). Nach einer schwierigen ersten Hälfte zeigte sich die Mannschaft nach dem Seitenwechsel deutlich aktiver, konnte ihre Möglichkeiten jedoch nicht nutzen. Herford präsentierte sich dagegen konsequenter und brachte den Vorsprung letztlich über die Zeit.

SC Herford

1. Mannschaft

3:0 (2:0)

RW Ahlen

1. Mannschaft

73'
Tor
Tor
63'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
44'
Tor
Tor
24'
Tor
Tor

Die Partie begann zunächst ohne großes Risiko auf beiden Seiten. In den ersten fünf Minuten tasteten sich die Mannschaften gegenseitig ab und versuchten, Sicherheit in das eigene Spiel zu bekommen. Die erste Torannäherung gehörte anschließend den Gastgebern, der Abschluss aus der Distanz ging allerdings deutlich über das Ahlener Gehäuse. Die erste richtig gute Gelegenheit für Rot Weiss folgte wenig später nach einer Standardsituation. Jan Holldack brachte einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, wo Christopher Rasper zum Kopfball kam. Herfords Schlussmann reagierte jedoch stark und verhinderte die Ahlener Führung.

Nach einer Viertelstunde wurde es auf der anderen Seite erstmals brenzlig. Nach einer Aktion im Ahlener Strafraum ging ein Herforder Spieler zu Boden, woraufhin die Gastgeber vehement einen Strafstoß forderten. Der Pfiff blieb jedoch aus und die Partie wurde fortgesetzt. In der Folge übernahm Herford zunehmend die Kontrolle und entwickelte vor allem über die Außenbahnen Gefahr. In der 22. Minute musste RWA-Schlussmann Pincuks erstmals entscheidend eingreifen und bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Parade vor dem Rückstand.

Drei Minuten später war allerdings auch er machtlos. Erneut kam Herford über die linke Seite. Den ersten Versuch konnte Pincuks noch abwehren, beim anschließenden Nachschuss per Kopf war er dann geschlagen – 1:0 für den SC Herford in der 25. Minute. Die Gastgeber blieben anschließend am Drücker. Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer musste Pincuks erneut reagieren und verhinderte mit einer weiteren guten Parade einen frühen zweiten Gegentreffer.

Rot Weiss versuchte derweil, wieder mehr Zugriff auf die Begegnung zu bekommen. In der 32. Minute ergab sich nach einem Kopfball von Franko Uzelac die nächste Möglichkeit, doch die Herforder Defensive konnte rechtzeitig klären. Sechs Minuten später flog eine weitere Hereingabe in Richtung Marc Heider, der den Ball mit dem Kopf jedoch knapp verpasste. Die beste Ahlener Gelegenheit der Schlussphase des ersten Durchgangs entstand in der 42. Minute. Tim Breuer kombinierte sich gut mit Jan Holldack durch und kam anschließend selbst zum Abschluss. Herfords Torhüter war erneut zur Stelle und lenkte den Ball zur Ecke.

Statt des möglichen Ausgleichs mussten die Rot-Weissen noch vor dem Pausenpfiff den nächsten Rückschlag hinnehmen. Herford nutzte seine Gelegenheit und erhöhte noch vor dem Seitenwechsel auf 2:0. Damit ging es für RWA mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.

RWA kommt deutlich aktiver aus der Pause

Das Trainerteam reagierte zur Halbzeit und nahm gleich drei Wechsel vor. Die Veränderungen zeigten zunächst Wirkung. Rot Weiss trat nun deutlich aktiver auf, erhöhte das Tempo und drängte Herford tiefer in die eigene Hälfte. Bereits in der 48. Minute bot sich Davin Wöstmann die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs. Nach einer Hereingabe fehlte ihm nur wenig, um den Ball entscheidend zu erreichen. Auch danach blieb Wöstmann auffällig. In der 55. Minute kam er zum Kopfball, setzte diesen allerdings knapp über das Herforder Tor. RWA hatte nun seine beste Phase der Begegnung und versuchte, mit dem Anschlusstreffer noch einmal Spannung in die Partie zu bringen.

Die nächste Gelegenheit ließ nicht lange auf sich warten. Tolga Özdemir zog aus rund 20 Metern ab und zwang den Herforder Schlussmann zu einer starken Parade. Der Ball wollte an diesem Nachmittag aus Ahlener Sicht jedoch nicht ins Tor. Während die Rot-Weissen im Vergleich zum ersten Durchgang deutlich mehr investierten, blieb Herford bei seinen Umschaltaktionen gefährlich. Bei der ersten größeren Möglichkeit der Gastgeber nach dem Seitenwechsel fehlte nicht viel zum dritten Treffer, der Abschluss ging knapp am Ahlener Tor vorbei.

Wenig später fiel das 0:3 dann doch. Ein Herforder Angreifer setzte sich in der Offensive stark durch, drang alleine in Richtung Tor vor, umkurvte schließlich auch Pincuks und schob zum dritten Treffer der Gastgeber ein. Die Entscheidung war damit gefallen. Kurz darauf drohte sogar das 0:4, doch Pincuks war erneut aufmerksam und verhinderte mit einer weiteren Parade einen noch höheren Rückstand.

Möglichkeiten zum Ehrentreffer bleiben ungenutzt

Trotz des deutlichen Spielstands stellte Rot Weiss seine Offensivbemühungen nicht vollständig ein. Rund eine Viertelstunde vor Schluss brachte Franko Uzelac einen guten Ball in den Strafraum. Tim Breuer versuchte noch, die Hereingabe zu erreichen, kam jedoch nicht mehr entscheidend an den Ball. Nur eine Minute später probierte es der eingewechselte Steven Kodra mit einem Abschluss. Sein Versuch stellte den Herforder Torhüter allerdings vor keine größeren Probleme. In der Schlussphase gelang es den Rot-Weissen nicht mehr, zumindest noch den Ehrentreffer zu erzielen. So blieb es nach 90 Minuten bei der 0:3-Niederlage beim SC Herford.

Nach zuvor sieben Punkten aus den ersten drei Ligaspielen muss RWA damit den ersten Rückschlag in der Westfalenliga hinnehmen. Vor allem im ersten Durchgang fanden die Rot-Weissen nicht ausreichend in ihr Spiel und ließen Herford zu häufig zur Entfaltung kommen. Die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause und mehrere Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer änderten letztlich nichts mehr am Ergebnis.

Für Rot Weiss gilt es nun, die Partie entsprechend aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Nach dem Pokal-Aus unter der Woche in Ibbenbüren war es innerhalb weniger Tage der zweite enttäuschende Nachmittag für die Mannschaft. Jetzt geht es darum, wieder Stabilität in das eigene Spiel zu bekommen und gemeinsam die passende Reaktion zu zeigen.