Heimspiel gegen ambitionierten SC Peckeloh
Nach zwei Siegen aus den ersten beiden Ligaspielen wartet am morgigen Freitagabend die nächste anspruchsvolle Aufgabe auf Rot Weiss Ahlen. Am 3. Spieltag der Westfalenliga empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Engin Yavuzaslan den SC Peckeloh im Wersestadion. Anstoß ist um 19:30 Uhr. Nach dem 7:1 gegen Eintracht Ahaus und dem 4:1 in Bad Westernkotten wollen die Rot-Weissen vor heimischer Kulisse den nächsten Schritt machen – treffen dabei allerdings auf einen spielstarken und ambitionierten Gegner.
Elf erzielte Tore, sechs Punkte und zwei überzeugende Auftritte: Der Start in die neue Westfalenliga-Saison hätte für Rot Weiss Ahlen ergebnistechnisch kaum besser verlaufen können. Doch gerade nach den deutlichen Resultaten der ersten beiden Spieltage gilt es, den Blick konsequent nach vorne zu richten. Denn mit dem SC Peckeloh kommt am Freitag eine Mannschaft ins Wersestadion, die über reichlich individuelle Qualität verfügt und RWA alles abverlangen dürfte.
Für die Rot-Weissen ist es gleichzeitig die Rückkehr ins eigene Stadion. Zwei Wochen nach dem fulminanten 7:1 zum Auftakt gegen Eintracht Ahaus soll auch das zweite Heimspiel der noch jungen Saison erfolgreich gestaltet werden.
4:1 in Bad Westernkotten – starke erste Hälfte legt den Grundstein
Mit Rückenwind geht RWA nach dem vergangenen Freitag in die Partie. Beim Aufsteiger SuS Bad Westernkotten erwischte die Mannschaft von Engin Yavuzaslan einen nahezu perfekten Start.
Bereits in der dritten Minute brachte Gianluca Di Vinti die Rot-Weissen nach Vorarbeit von Davin Wöstmann in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte Tolga Özdemir auf 2:0. RWA kontrollierte weite Teile des ersten Durchgangs und belohnte sich noch vor der Pause ein drittes Mal: Jan Holldack öffnete mit einem Pass durch die Schnittstelle den Raum, Di Vinti legte im Strafraum für Wöstmann quer und dieser vollendete zum 3:0.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich allerdings ein anderes Bild. Bad Westernkotten erhöhte den Druck und verlangte den Rot-Weissen deutlich mehr ab. Nach dem Anschlusstreffer in der 75. Minute kam noch einmal Bewegung in die Partie, ehe Marc Heider kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung sorgte. Di Vinti setzte sich nach einem starken Lauf durch und bediente Heider, der zum 4:1-Endstand einschob.
So stand am Ende der zweite Sieg im zweiten Ligaspiel. Dennoch machte die zweite Halbzeit deutlich, dass auch nach dem erfolgreichen Saisonstart weiterhin Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Genau dort setzt die tägliche Arbeit an.
„Wir bleiben unserer Linie treu“
Die deutlichen Ergebnisse zum Auftakt ändern nichts an der grundsätzlichen Herangehensweise von Cheftrainer Engin Yavuzaslan. Seine Mannschaft soll auch gegen Peckeloh aktiv auftreten und der eigenen Spielidee treu bleiben.
„Wir bleiben unserer Linie treu. Wir freuen uns auf einen wirklich spannenden Gegner und auf eine Mannschaft, die sich auf einen offenen Schlagabtausch einlassen kann. Peckeloh ist sehr spielstark und verfügt insgesamt über eine hohe Qualität. Wir müssen deshalb von der ersten Minute an hellwach sein und unser Spiel durchziehen.“
Dabei erwartet der Ahlener Cheftrainer einen Gegner, der keineswegs ausschließlich darauf aus sein dürfte, tief zu verteidigen. Peckeloh besitzt die spielerischen Mittel, selbst Akzente zu setzen und gefährliche Situationen aus dem eigenen Ballbesitz heraus zu kreieren. Für RWA bedeutet das: Intensität, Konzentration und Konsequenz werden von Beginn an gefragt sein.
Peckeloh mit Qualität und ambitionierter Entwicklung
Der SC Peckeloh hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und seine Ambitionen auch mit der Zusammenstellung des aktuellen Kaders unterstrichen.
Mit Tyler Wozny kam beispielsweise ein Offensivspieler vom FC Rot-Weiß Koblenz, der trotz seiner erst 22 Jahre bereits auf umfangreiche Oberliga-Erfahrung zurückblickt. In der vergangenen Spielzeit gelangen ihm sieben Treffer und fünf Vorlagen. Hinzu kommen junge Spieler wie Elizio Combet aus der U19 der Sportfreunde Lotte und Torhüter Maxim Schnurr aus dem Nachwuchs des VfL Osnabrück. Unter Trainer Vito Lombardi verfügt der SCP damit über eine interessante Mischung aus Erfahrung, Talent und höherklassig ausgebildeten Spielern.
Dass in Peckeloh auch abseits des Platzes ambitioniert gearbeitet wird, zeigt die Entwicklung der Infrastruktur. Mit dem neuen EDEKA Farthmann Sportpark hat der Verein eine moderne sportliche Heimat geschaffen, die inzwischen von zahlreichen Jugend- und Seniorenmannschaften genutzt wird. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass der SCP seine sportlichen Ziele mit entsprechenden Strukturen unterfüttert.
Auch Yavuzaslan verfolgt den Weg des kommenden Gegners mit Anerkennung:
„Man sieht einfach, dass dort gute Arbeit gemacht wurde und weiterhin gemacht wird. Peckeloh hat eine gute Gesamtqualität und ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Darauf stellen wir uns ein.“
Wiedersehen mit Sergio Gucciardo
Für eine besondere Geschichte sorgt am Freitag die Rückkehr von Sergio Gucciardo ins Wersestadion. Der 27-Jährige trug noch bis zur vergangenen Winterpause das Trikot von Rot Weiss Ahlen, ehe er sich dem SC Peckeloh anschloss. Gucciardo bringt reichlich höherklassige Erfahrung mit und besitzt zweifellos die individuelle Qualität, eine Partie mit einer einzelnen Aktion beeinflussen zu können. Yavuzaslan kennt den Offensivspieler bereits seit längerer Zeit und beschäftigte sich schon während seiner früheren Trainertätigkeit intensiv mit ihm.
„Sergio ist ein Spieler, der mit seiner individuellen Qualität auch einmal eine Situation alleine entscheiden kann. Ich mag seine Art Fußball zu spielen und kenne ihn schon aus meiner Zeit in Vreden, als ich ihn mehrfach beobachtet habe.“
Gleichzeitig warnt der RWA-Coach ausdrücklich davor, die Stärke des Gegners auf einen einzelnen Akteur zu reduzieren:
„Es wäre ein Fehler, Peckeloh nur auf Sergio zu beschränken. Sie haben mehrere sehr gute Fußballer in ihren Reihen und verfügen als Mannschaft über viel Qualität. Entscheidend wird sein, dass wir über die gesamte Spielzeit aufmerksam bleiben.“
Es wartet also ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten – sportlich liegt der Fokus jedoch auf der gesamten Peckeloher Mannschaft.
Personell nahezu optimale Voraussetzungen
Erfreuliche Nachrichten gibt es unterdessen aus dem Ahlener Kader. Engin Yavuzaslan kann für das dritte Ligaspiel personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Jovan Jovic ist nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk wieder zurück. Der Torhüter hat inzwischen das Mannschaftstraining aufgenommen und gehört für die Begegnung am Freitag wieder zum Kader. Für eine volle Belastung kommt die Partie allerdings noch etwas früh, sodass Jovic behutsam an die hundertprozentige Einsatzfähigkeit herangeführt wird.
Damit wächst für das Trainerteam auch die personelle Auswahl wieder weiter. Gerade mit Blick auf die kommenden Wochen ist das von Bedeutung. Denn schon am kommenden Mittwoch wartet mit der zweiten Runde im Krombacher Westfalenpokal bei der Ibbenbürener Spvg. die nächste Aufgabe unter der Woche. Zunächst zählt jedoch ausschließlich Peckeloh.
Zweites Heimspiel – nächster Schritt vor den eigenen Fans
Nach dem 7:1 gegen Ahaus soll das Wersestadion auch am Freitagabend wieder zu einem Faktor werden. Bereits vor dem Saisonstart hatte Yavuzaslan deutlich gemacht, welchen Stellenwert die Heimspiele für seine Mannschaft besitzen sollen. RWA möchte zuhause dominant auftreten und gemeinsam mit den eigenen Anhängern eine neue Stärke entwickeln.
Der bisherige Saisonstart liefert dafür eine gute Grundlage – mehr allerdings auch nicht. Zwei Siege nach zwei Spieltagen sind ein positives Signal, entschieden ist zu diesem frühen Zeitpunkt naturgemäß noch überhaupt nichts. Gegen Peckeloh wartet nun möglicherweise die bislang anspruchsvollste Aufgabe der jungen Westfalenliga-Saison. Eine spielstarke Mannschaft, reichlich individuelle Qualität und ein Gegner, der selbst ambitioniert auftritt, versprechen einen interessanten Freitagabend.
Für die Rot-Weissen geht es darum, die positiven Elemente aus den ersten beiden Spielen erneut auf den Platz zu bringen, gleichzeitig aber auch die Phasen zu vermeiden, in denen die eigene Intensität zuletzt nachgelassen hat. Die Richtung gibt der Trainer klar vor: bei sich bleiben, der eigenen Linie treu bleiben und von der ersten Minute an hellwach sein. Nach sechs Punkten und 11:2 Toren soll der starke Auftakt nun vor heimischer Kulisse seine Fortsetzung finden.
Faninformationen zum Heimspiel
- Stadion- & Kassenöffnung: Das Wersestadion sowie die Tageskassen öffnen um 18:30 Uhr.
- An den Kassen 1 und 2 sind sowohl Bar- als auch EC-Kartenzahlungen möglich. An Kasse 1 werden zudem die Akkreditierungen abgewickelt. Für Inhaber von Dauerkarten, „Ahlener Originale“-Karten, VIP-/Kumpelkarten sowie Online-Tickets steht ein separater Eingang zur Verfügung.
- Tickets sind bereits vorab über unseren Online-Ticketshop unter ticket.rwahlen.de sowie am Freitagabend an der Tageskasse erhältlich.
Partie auch im Livestream zu sehen
Wer am Freitagabend nicht persönlich im Wersestadion dabei sein kann, hat dennoch die Möglichkeit, die Begegnung live zu verfolgen. Das Westfalenliga-Spiel zwischen Rot Weiss Ahlen und dem SC Peckeloh wird erneut im Livestream des Hellweger Anzeigers übertragen. Am Mikrofon begleiten Tim Friede und Dennis Nüsken die Partie und führen die Zuschauer durch die 90 Minuten aus dem Wersestadion. Der Anstoß erfolgt um 19:30 Uhr. Den entsprechenden Link zum Livestream werden wir rechtzeitig über unsere Kanäle zur Verfügung stellen.
Noch besser ist natürlich: Ab ins Wersestadion und unsere Jungs vor Ort unterstützen!
