Rot-Weiß bestätigt positiven Eindruck
Rot Weiss Ahlen hat auch den nächsten Härtetest der laufenden Vorbereitung erfolgreich gestaltet. Beim Oberliga-Aufsteiger SC Westfalia Kinderhaus setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Engin Yavuzaslan am Sonntag mit 3:0 (0:0) durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgten Jan Holldack, Gianluca Di Vinti und Semih Tırgil mit ihren Treffern nach dem Seitenwechsel für den verdienten Auswärtserfolg. Viel wichtiger als das reine Ergebnis waren für den Ahlener Cheftrainer jedoch die nächsten erkennbaren Schritte innerhalb der täglichen Arbeit.
Die Vorbereitung ist noch jung. Die Abläufe sind neu, die Anforderungen hoch und viele Inhalte müssen sich in den kommenden Wochen erst weiter festigen. Dennoch zeichnet sich bei den Rot-Weißen zunehmend eine klare Entwicklung ab. Nach den Testspielerfolgen gegen BW Dingden und beim Derby-Cup gegen den SC Hoetmar wartete mit Westfalia Kinderhaus nun ein Gegner, der in der vergangenen Spielzeit als Tabellenzweiter der Westfalenliga den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht hatte.
Die ersten Minuten gehörten dabei noch der Phase des gegenseitigen Abtastens. Ahlen benötigte etwas Zeit, um die notwendige Sicherheit in die eigenen Abläufe zu bekommen. Mit zunehmender Spieldauer gelang es der Mannschaft jedoch immer besser, die Kontrolle zu übernehmen und die im Training erarbeiteten Prinzipien auf den Platz zu bringen. Rot-Weiß agierte zunehmend strukturierter, suchte spielerische Lösungen und versuchte, auch unter gegnerischem Druck sauber zu bleiben. Gerade im Spielaufbau waren erneut Ansätze der Idee zu erkennen, die Yavuzaslan seiner Mannschaft derzeit vermitteln möchte. Der letzte konsequente Pass und die nötige Präzision im Abschluss fehlten vor dem Seitenwechsel allerdings noch. So ging es trotz guter Phasen torlos in die Kabinen.
Drei Treffer nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause benötigten die Rot-Weißen dann keine lange Anlaufzeit mehr. Bereits in der 46. Minute führte eine sauber ausgespielte Kombination zum Führungstreffer. Jan Holldack vollendete den Angriff zum 1:0 und stellte damit früh die Weichen für eine starke zweite Halbzeit. Nur wenige Minuten später legte Ahlen nach. Gianluca Di Vinti erhöhte in der 51. Minute auf 2:0. Die Mannschaft blieb in dieser Phase konsequent, setzte den Gegner weiter unter Druck und belohnte sich für einen konzentrierten Start in den zweiten Durchgang.
Den dritten Treffer des Tages erzielte schließlich Neuzugang Semih Tırgil. In der 56. Minute traf der Innenverteidiger zum 3:0 und sorgte damit frühzeitig für klare Verhältnisse. Auch danach blieben die Rot-Weißen aktiv. Trotz der intensiven Trainingsarbeit der vergangenen Tage versuchte die Mannschaft weiterhin, das Tempo hochzuhalten und spielerisch nach vorne zu kommen. Weitere Möglichkeiten waren vorhanden, wurden jedoch nicht konsequent genug ausgespielt. Am Ende blieb es beim verdienten 3:0-Erfolg.
Yavuzaslan: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“
Für Cheftrainer Engin Yavuzaslan bleibt die aktuelle Phase vor allem eines: ein Arbeitsprozess. Ergebnisse nimmt der Coach mit, die Bewertung seiner Mannschaft macht er jedoch nicht allein an Siegen oder Toren fest.
Wir sehen, dass wir aktuell auf einem guten Weg sind. Gleichzeitig wissen wir ganz genau, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Wir stehen noch am Anfang und müssen viele Dinge weiter festigen. Was mich stolz macht, ist die Art und Weise, wie die Jungs momentan arbeiten. Wir verlangen aktuell sehr viel von ihnen. Die Belastung ist hoch, die Inhalte sind intensiv – aber die Mannschaft zieht mit und arbeitet wirklich hart. Genau das ist für mich in dieser Phase entscheidend.
Der 3:0-Erfolg in Kinderhaus ist damit ein weiterer Schritt innerhalb einer Vorbereitung, in der bewusst viel verändert und neu aufgebaut wird. Neue Abläufe, klare Anforderungen und eine intensive Arbeitsweise sollen in den kommenden Wochen weiter verinnerlicht werden. Die bisherigen Auftritte liefern erste positive Ansätze. Zufriedenheit bedeutet am Wersestadion derzeit allerdings keineswegs Stillstand. Der Weg ist eingeschlagen – die Arbeit daran geht weiter.
