Rot Weiss Ahlen will in Bielefeld nachlegen
Die Saison geht in ihre entscheidende Phase – und für Rot Weiss Ahlen ist längst klar: Rechnen hilft nur bedingt, Punkte helfen deutlich mehr. Am morgigen Pfingstmontag steht für die Rot-Weißen das letzte Auswärtsspiel der Saison an. Um 18:00 Uhr gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Stöppel bei der U21 von Arminia Bielefeld – allerdings nicht wie ursprünglich geplant in der Rußheide, sondern auf großer Bühne in der SchücoArena.
Für Ahlen ist die Ausgangslage vor den letzten beiden Saisonspielen eindeutig: Mit 34 Punkten rangiert Rot Weiss Ahlen derzeit auf Tabellenplatz 17 und damit auf einem Abstiegsplatz. Der Auswärtssieg gegen die U21 des SC Verl sorgte zwar für neue Hoffnung – die Situation bleibt aber angespannt. Denn im Tabellenkeller ist weiterhin alles eng beieinander.
Nach Verl folgt das nächste Finale
Der 4:1-Erfolg gegen die U21 des SC Verl hat gezeigt, dass die Mannschaft im Saisonendspurt bereit ist, den Kampf anzunehmen. Mit viel Intensität, hoher Spielfreude und großem Einsatz präsentierten sich die Rot-Weißen in Ostwestfalen über weite Strecken als die bessere Mannschaft. Marc Heider brachte Ahlen in Führung, dazu trafen Gllogjani und Di Vinti. Hinzu kam ein Eigentor nach einer gefährlichen Ecke von Kilian Hornbruch. Der Sieg war wichtig – aber eben auch nur ein Schritt. Vor dem kommenden Spieltag ist klar: Ahlen benötigt weitere Punkte, um sich im Rennen um den Klassenerhalt in eine bessere Ausgangslage zu bringen. Laut einem Bericht der Glocke wurde in Ahlen bereits viel gerechnet – allerdings nur theoretisch. Cheftrainer Marcel Stöppel formulierte die Lage dort sehr offen:
„Holen wir nur drei Punkte, ist alles offen, bei vieren ist die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhaltes sehr hoch, bei sechs Zählern sind wir durch.“
Gleichzeitig machte der RWA-Coach deutlich, dass niemand davon ausgeht, die Rettung bereits in Bielefeld perfekt machen zu können:
„Ich denke, es wird ein Herzschlag-Finale gegen Rheine geben, dafür wollen wir uns bei der Arminia in eine gute Position bringen.“
Die Richtung ist also klar: Erst die Ausgangslage verbessern – dann am letzten Spieltag den letzten Schritt gehen.
Rechnen hilft wenig – gewinnen hilft
Gerade am Saisonende werden Tabellenrechner oft zu ständigen Begleitern. Doch die Ergebnisse im Tabellenkeller entwickeln längst eine eigene Dynamik. Auch darauf wurde in der Berichterstattung der Glocke hingewiesen: Die direkten Konkurrenten liegen nur wenige Punkte auseinander, Überraschungen und unerwartete Ergebnisse verändern die Situation beinahe wöchentlich.
Sportvorstand Dennis Kocker formulierte seinen Wunsch dabei sehr deutlich:
„Mir wär's am liebsten, wir gewinnen zweimal und Hiltrup muss am letzten Maiwochenende auf dem Sofa sitzend absteigen.“
Die Marschroute beim RWA lautet deshalb: Nicht rechnen – liefern.
Große Bühne für das letzte Auswärtsspiel
Dass die Partie kurzfristig in die SchücoArena verlegt wurde, verleiht dem Spiel zusätzlich einen besonderen Rahmen. Während viele Nachwuchsmannschaften selten die Möglichkeit erhalten, in einem Stadion dieser Größenordnung aufzulaufen, könnte die Atmosphäre gerade für die Gastgeber zusätzliche Motivation bringen. Auch Dennis Kocker äußerte sich laut Glocke dazu:
„In der Schüco zu spielen, ist für jeden Spieler ein Highlight. Da werden die besonders motiviert sein.“
Marcel Stöppel sieht die Situation hingegen entspannter: „Wir haben auch erfahrene Spieler, die große Stadien kennen. Die können das auch genießen. Ich halte das eher für einen würdigen Rahmen.“
Tawiah fehlt – Stöppel vertraut seiner Mannschaft
Personell müssen die Rot-Weißen allerdings auf Philimon Tawiah verzichten. Der Mittelfeldspieler sah gegen die U21 des SC Verl seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit gesperrt. Besonders bitter: Gerade in Verl zeigte Tawiah auf der Sechserposition eine starke Partie mit hohem Laufaufwand und intensivem Zweikampfverhalten.
Marcel Stöppel zeigte sich laut Glocke dennoch optimistisch:
„Wir haben unsere Abläufe gefunden, die großen Rotationen gehören der Vergangenheit an.“
Bis auf Tawiah stehen die Vorzeichen personell also weitgehend stabil.
Junge Arminen mit starker erster Saison
Mit der U21 des DSC wartet eine Mannschaft, die ihre erste Saison nach Wiedergründung bislang bemerkenswert gestaltet. Die Ostwestfalen belegen aktuell mit 46 Punkten Tabellenplatz sieben und kommen auf eine Bilanz von 12 Siegen, 10 Unentschieden und 12 Niederlagen. Zuletzt trennte sich das Team mit 1:1 von Türkspor Dortmund. Das Hinspiel verlief aus Sicht des RWA erfolgreich. Im Wersestadion setzte sich Ahlen mit 2:0 durch. Damals trafen Emro Curic und Keleb Nwubani. Gefährlich werden die Gastgeber vor allem durch Monti Theiß und Latif-Bilal Alassane, die mit jeweils zehn Treffern die erfolgreichsten Torschützen der Mannschaft sind. Cheftrainer der Arminen ist Oliver Döking, der zuvor im Trainerteam der Profimannschaft aktiv war und seit dem Neustart der U21 den Übergang zwischen Nachwuchs- und Herrenbereich begleiten soll.
Faninfos für mitreisende Rot-Weiße
Ticketpreise:
- Vollzahler: 10,00 €
- Ermäßigt: 8,00 €
- Kinder (bis 14 Jahre): 5,00 €
- Schwerbehinderte (ab GdB 70%): 5,00 €
⚠️ Wichtiger Hinweis: Tageskasse nur Barzahlung
Der Zugang erfolgt über Eingang Süd-Links (Block D).
