4:1-Auswärtssieg bei der U21 des SC Verl
Rot Weiss Ahlen hat im Kampf um den Klassenerhalt ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Im vorletzten Saisonspiel gewann die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Stöppel am Sonntagnachmittag bei der U21 des SC Verl hochverdient mit 4:1 und belohnte sich für einen über weite Strecken überzeugenden Auftritt. Marc Heider brachte den RWA in Führung, nach der Pause erhöhte ein Eigentor nach einer Hornbruch-Ecke auf 2:0. Zwar kam Verl zwischenzeitlich noch einmal heran, doch Gllogjani und Di Vinti sorgten in der Schlussphase für die endgültige Entscheidung.
SC Verl
2. Mannschaft
RW Ahlen
1. Mannschaft
Rund 100 mitgereiste Fans hatten den Weg nach Verl auf sich genommen und sorgten bereits vor dem Anpfiff für Unterstützung im Gästeblock. Für Rot Weiss Ahlen war die Ausgangslage klar: Nach der Niederlage gegen TuS Hiltrup stand die Mannschaft unter Zugzwang – und zeigte von Beginn an, dass sie diese Aufgabe annehmen wollte.
Rot Weiss Ahlen übernimmt früh die Kontrolle
Mit dem Anpfiff entwickelte sich zunächst genau die Partie, die sich der RWA vorgenommen hatte. Ahlen trat mutig auf, verteidigte konzentriert und setzte früh offensive Akzente. Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass die Gäste die aktivere Mannschaft waren. Die erste gute Gelegenheit entstand nach einem Foul an Di Vinti. Hornbruch brachte den anschließenden Freistoß gefährlich in den Strafraum, wo Bruno Soares per Kopf nur knapp über das Tor zielte. Wenig später folgte die nächste Standardsituation: Nach einem Foul an Wöstmann schlug Hornbruch den Ball erneut gefährlich vor das Tor, doch der Verler Schlussmann war aufmerksam.
Ahlen blieb in der Folge spielbestimmend. Vor allem über die Außenbahnen entwickelte der RWA immer wieder Druck. Di Vinti sorgte auf der linken Seite mehrfach für gefährliche Situationen, während die Defensive um Oktay Dal und Bruno Soares hinten sehr konzentriert arbeitete. Nach gut zehn Minuten war Ahlen klar tonangebend. Verl fand kaum Lösungen gegen die kompakte Spielweise der Gäste.
Van Ingen hält – Ahlen drückt auf die Führung
Erst nach rund einer Viertelstunde näherte sich der SC Verl II erstmals dem Tor der Rot-Weißen an. Ein erster Abschluss verfehlte das Gehäuse knapp. Kurz darauf musste Luka Van Ingen erstmals ernsthaft eingreifen. Ein Distanzschuss aus rund 25 Metern wurde gefährlich abgefälscht, doch der RWA-Schlussmann reagierte stark und parierte. Wenig später blieb Van Ingen erneut aufmerksam und fing eine Hereingabe über die linke Seite sicher ab.
Auf der Gegenseite erspielte sich Ahlen dagegen immer wieder gute Möglichkeiten. Nach einer starken Aktion von Di Vinti landete der Ball nach einer Ecke im Rückraum, der Nachschuss flog jedoch knapp über das Tor. Immer wieder sorgten Standardsituationen für Gefahr. Di Vinti blieb auffällig, arbeitete viel über die Außenbahn und leitete zahlreiche Angriffe ein. Dann wurde es richtig gefährlich: Wöstmann kam gleich zweimal aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte jedoch jeweils am stark reagierenden Verler Keeper.
Marc Heider belohnt starke erste Halbzeit
Die Führung lag längst in der Luft – und schließlich fiel sie auch verdient. Marc Heider brachte Rot Weiss Ahlen nach einer starken ersten Halbzeit mit 1:0 in Front und belohnte die Gäste für eine engagierte Leistung. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt absolut folgerichtig. Auch danach blieb Ahlen die gefährlichere Mannschaft. Emro Curic hatte nach einer Ecke das 2:0 auf dem Fuß, doch erneut war der Verler Schlussmann zur Stelle. Mit einer knappen, aber hochverdienten Führung ging es in die Kabinen. Einziger Kritikpunkt aus Sicht des RWA: Die Führung hätte aufgrund der Vielzahl an Chancen durchaus höher ausfallen können.
Ahlen bleibt nach der Pause dominant
Auch nach Wiederanpfiff blieb Rot Weiss Ahlen die bessere Mannschaft. Verl versuchte nun zwar etwas mehr Druck aufzubauen, doch die Gäste verteidigten weiterhin konzentriert. Eine gefährliche Aktion der Gastgeber wurde durch Oktay Dal stark bereinigt, der aufmerksam im Zentrum aushalf und die Situation entschärfte. Kurz darauf folgte die vielleicht spektakulärste Szene der Partie: Gllogjani setzte sich stark durch und lief alleine auf den Torwart zu. Sein Abschluss landete jedoch an der Latte. Direkt danach kam Wöstmann erneut zum Abschluss, scheiterte aber wieder am überragenden Verler Keeper. Das 2:0 lag zu diesem Zeitpunkt längst in der Luft.
Eigentor bringt die verdiente Vorentscheidung
Die Erlösung folgte schließlich erneut nach einem Standard. Hornbruch brachte eine Ecke gefährlich vor das Tor. Der Verler Schlussmann wollte den Ball klären, faustete ihn jedoch unglücklich ins eigene Tor. Das Eigentor bedeutete das verdiente 2:0 für Rot Weiss Ahlen. Auch danach ließ der RWA nicht nach. Gllogjani tauchte erneut frei vor dem Tor auf, setzte seinen Abschluss diesmal jedoch knapp über den Kasten. In dieser Phase hatte Ahlen das Spiel komplett unter Kontrolle. Der SC Verl II kam kaum zu Offensivaktionen und fand gegen die stabile Defensive der Gäste nur selten Lösungen.
Verletzungssorgen und kurze Verler Hoffnung
Eine bittere Szene gab es dennoch. Davin Wöstmann musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam Holthaus in die Partie. Kurz darauf meldete sich Verl noch einmal zurück. Nach einer Flanke über die rechte Seite kamen die Gastgeber zum Treffer und verkürzten auf 1:2. Plötzlich schien noch einmal Spannung aufzukommen. Verl erhöhte den Druck und suchte den schnellen Ausgleich.
Doch Ahlen zeigte genau die richtige Reaktion. Nur kurze Zeit nach dem Anschlusstreffer sorgte Gllogjani für die perfekte Antwort und traf zum 3:1. Der Offensivspieler hatte zuvor bereits mehrfach seine Gefährlichkeit angedeutet und belohnte sich nun mit seinem Treffer. Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Den Schlusspunkt setzte schließlich Di Vinti, der sich nach einer starken Leistung ebenfalls in die Torschützenliste eintragen durfte. Mit seinem Treffer zum 4:1 machte er endgültig alles klar. Auch in den Schlussminuten blieb Luka Van Ingen aufmerksam und entschärfte die letzten Verler Versuche souverän.
Starkes Zeichen im Saisonendspurt
Am Ende feierte Rot Weiss Ahlen einen hochverdienten 4:1-Auswärtssieg und sammelte drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft zeigte in Verl genau die Tugenden, die in dieser entscheidenden Saisonphase gefragt sind: Leidenschaft, defensive Stabilität, Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit vor dem Tor. Über weite Strecken kontrollierte der RWA die Partie, erspielte sich zahlreiche Torchancen und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. Besonders bemerkenswert: Statt nach dem 2:1 ins Wanken zu geraten, antworteten die Rot-Weißen mit beeindruckender Mentalität. Gllogjani und Di Vinti sorgten mit ihren Treffern dafür, dass aus einem kurzzeitig spannenden Spiel am Ende ein deutlicher Erfolg wurde.
Der Auswärtssieg hat zudem direkte Auswirkungen auf die Tabelle: Durch die drei Punkte verlässt Rot Weiss Ahlen die Abstiegsplätze und springt wieder auf einen Nichtabstiegsrang. Vor dem letzten Auswärtsspiel verschafft sich der RWA damit eine deutlich bessere Ausgangslage im Rennen um den Klassenerhalt. Mit breiter Brust, neuem Selbstvertrauen und einer großen Portion Hoffnung geht Rot Weiss Ahlen nun in das Saisonfinale. Nach diesem starken Auftritt in Verl lebt der Traum vom Klassenerhalt mehr denn je.
