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Samstag, 03.10.2026 Uhr | David Schneller

Nächste Auswärtsaufgabe: RWA gastiert beim FSC Rheda

FSC RhedaFSC Rheda
RW AhlenRW Ahlen

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge wartet auf Rot Weiss Ahlen am morgigen Sonntag die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Westfalenliga. Die Rot-Weissen sind beim Tabellensechsten FSC Rheda zu Gast. Anstoß in der TSG-Kampfbahn ist um 15:00 Uhr. Nach dem 2:0-Auswärtserfolg beim FC RW Kirchlengern möchte die Mannschaft von Cheftrainer Engin Yavuzaslan ihren positiven Lauf fortsetzen – trifft dabei allerdings auf einen Gegner, der insbesondere vor heimischer Kulisse seine Qualitäten bereits unter Beweis gestellt hat.

Mit Rückenwind geht es für Rot Weiss Ahlen am Sonntag nach Rheda. Sechs Punkte aus den vergangenen beiden Begegnungen haben die Rot-Weissen in der Tabelle auf den dritten Platz geführt. Auf den 3:1-Heimerfolg gegen die U23 des SV Rödinghausen ließ RWA am vergangenen Wochenende einen 2:0-Auswärtssieg beim Aufsteiger FC RW Kirchlengern folgen. Nun gilt es, diese Ergebnisse bei einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe zu bestätigen. Mit dem FSC Rheda wartet eine Mannschaft, die mit fünf Siegen aus den bisherigen acht Begegnungen ebenfalls einen ordentlichen Saisonstart hingelegt hat und derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz rangiert.

Atalan und Anan sorgen für Auswärtssieg in Kirchlengern

Das zurückliegende Wochenende hat dabei noch einmal gezeigt, dass in dieser Westfalenliga kaum eine Aufgabe im Vorbeigehen zu lösen ist. Beim Aufsteiger in Kirchlengern erwischte RWA zwar einen nahezu perfekten Start, musste für die drei Punkte im weiteren Spielverlauf jedoch hart arbeiten.

Bereits in der fünften Minute brachte Siyar Atalan die Rot-Weissen in Führung. Nachdem der junge Offensivspieler eine Woche zuvor gegen Rödinghausen II seinen ersten Pflichtspieltreffer im Herrenbereich erzielt hatte, legte er in Kirchlengern direkt seinen zweiten Saisontreffer nach. Ahlen bestimmte im ersten Durchgang über weite Strecken die Begegnung und besaß mehrere Möglichkeiten, den Vorsprung frühzeitig auszubauen. Insbesondere Kapitän Ilias Anan war mehrfach dicht am zweiten Treffer, scheiterte kurz vor der Pause aber unter anderem im direkten Duell mit Kirchlengerns Schlussmann.

Dass die Partie zu diesem Zeitpunkt noch offen war, nutzte der Gastgeber nach dem Seitenwechsel für eine starke Phase. Kirchlengern erhöhte den Druck, traf aus der Distanz die Latte und ließ weitere gute Möglichkeiten zum Ausgleich liegen. RWA musste in dieser Phase defensiv dagegenhalten, fand anschließend aber wieder mehr Kontrolle. Die Entscheidung fiel schließlich in der 76. Minute – und sie fiel sehenswert. Anan bekam weit vor dem gegnerischen Tor zu viel Raum und setzte einen satten Distanzschuss zum 2:0 in die Maschen. Für den Kapitän war es bereits der fünfte Saisontreffer.

Am Ende stand der zweite Sieg innerhalb einer Woche und gleichzeitig ein Auswärtserfolg ohne Gegentreffer. Gerade die schwierige Phase nach der Pause dürfte der Mannschaft aber auch gezeigt haben, welche Konsequenz und Konzentration über die gesamten 90 Minuten notwendig sind.

FSC Rheda mit fünf Siegen auf Rang sechs

Diese Eigenschaften werden am Sonntag erneut gefragt sein. Der FSC Rheda gehört zu den Mannschaften, die sich in der noch jungen Saison in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt haben. Fünf Siege und drei Niederlagen bedeuten vor dem direkten Duell Tabellenplatz sechs. Damit treffen in Rheda zwei Mannschaften aufeinander, die lediglich wenige Plätze voneinander trennen. RWA reist als Tabellendritter an und möchte seine aktuelle Serie fortsetzen, während die Gastgeber nach ihrer Niederlage am vergangenen Wochenende wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wollen.

Die jüngsten Ergebnisse des FSC zeigen gleichzeitig, dass die Mannschaft von Trainer Christopher Hankemeier momentan durchaus Schwankungen erlebt. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holte Rheda zwei Siege, musste allerdings auch drei Niederlagen hinnehmen. Zuletzt führte die Reise zum SV Eintracht Ahaus. Dort unterlag der FSC mit 0:1. Den entscheidenden Treffer kassierte Rheda bereits in der 24. Minute nach einer direkt verwandelten Ecke. Vor allem mit der Art und Weise zeigte sich Hankemeier anschließend unzufrieden. Seine Mannschaft habe auf schwierigem Geläuf nicht ausreichend dagegengehalten und insbesondere die notwendigen Grundtugenden vermissen lassen.

Nach der Pause erarbeitete sich Rheda Möglichkeiten auf den Ausgleich, blieb vor dem gegnerischen Tor allerdings ohne Erfolg. Nach zuvor zwei Siegen in Folge musste der FSC damit seine dritte Saisonniederlage hinnehmen. Für RWA dürfte gerade die Reaktion der Gastgeber darauf interessant werden. Vor eigenem Publikum wird Rheda darauf aus sein, ein anderes Gesicht zu zeigen.

Rheda verfügt über Westfalenliga-Erfahrung

Dass der FSC trotz der jüngsten Niederlage eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt, zeigt auch der Blick über die aktuelle Saison hinaus. Rheda ist in der Westfalenliga etabliert und verfügt über entsprechende Erfahrung auf diesem Niveau. In der vergangenen Spielzeit gehörte der FSC über längere Zeit zum erweiterten Kreis der oberen Tabellenregion. Auch wenn im Frühjahr der Anschluss an die Spitzenplätze etwas verloren ging, zeigte die Mannschaft immer wieder ihre fußballerischen Qualitäten.

Trainer Christopher Hankemeier kennt seine Mannschaft und den Verein seit Jahren. RWA wird daher auf einen Gegner treffen, der klare Abläufe besitzt und insbesondere dann gefährlich werden kann, wenn ihm Räume für sein eigenes Spiel angeboten werden. Für die Rot-Weissen wird es darauf ankommen, an die konzentrierten Phasen der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Während gegen Kirchlengern insbesondere im ersten Durchgang immer wieder mit Tempo durchs Mittelfeld gespielt werden konnte, zeigte die Phase nach der Halbzeit zugleich, wie schnell eine Partie kippen kann, wenn der Gegner zu viel Raum und Initiative erhält.

Zurück auf Naturrasen in der TSG-Kampfbahn

Auch der Spielort hat beim FSC Rheda in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Seit dieser Saison trägt die erste Mannschaft ihre Heimspiele wieder auf dem sanierten Naturrasenplatz am Reinkenweg aus. Die umfangreiche Sanierung war im März 2025 gestartet und wurde im Mai dieses Jahres abgeschlossen. Unter anderem wurde der Platz grundlegend neu aufgebaut und mit einer Beregnungsanlage ausgestattet. Rund 440.000 Euro wurden in die Maßnahme investiert.

Zum Saisonauftakt wurde der neue Rasen mit dem Westfalenliga-Heimspiel gegen den FC Kaunitz offiziell eingeweiht. Vor mehr als 300 Zuschauern feierte Rheda dabei einen 2:0-Erfolg und sorgte für einen gelungenen Auftakt auf dem neuen Geläuf. Für RWA wartet am Sonntag damit eine klassische Westfalenliga-Auswärtsaufgabe auf Naturrasen – und gleichzeitig das Duell mit einem Gegner, der den Anschluss an die oberen Tabellenplätze halten möchte.

Personell bleiben einige Fragezeichen

Personell kann Cheftrainer Engin Yavuzaslan weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen. Definitiv fehlen wird Ervin Catic. Der Stammspieler laboriert weiterhin an einem Patellasehnensyndrom und wird den Rot-Weissen noch einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Auch hinter einem Einsatz von Leonel Brodersen steht aufgrund muskulärer Probleme weiterhin ein Fragezeichen. Louis Krieg, der bereits beim Auswärtssieg in Kirchlengern aufgrund seiner Sprunggelenksprobleme nicht zum Kader gehörte, ist für die Begegnung in Rheda ebenfalls noch fraglich. Hinzu kommt Semi Tirgil, bei dem sich ein möglicher Einsatz ebenfalls erst kurzfristig entscheiden dürfte.

Damit muss das Trainerteam vor der Partie erneut schauen, welche Optionen am Sonntag tatsächlich zur Verfügung stehen. Der Kader hat in den vergangenen Wochen allerdings gezeigt, dass Ausfälle aufgefangen werden können. Spieler wie Atalan nutzten ihre Möglichkeiten zuletzt eindrucksvoll, während auch die Einwechselspieler immer wieder neue Impulse geben konnten.

Den positiven Lauf fortsetzen

Nach zwei Siegen in Folge ist die Ausgangslage für RWA klar: Die Mannschaft möchte ihre Serie ausbauen und auch aus Rheda etwas Zählbares mitnehmen. Gleichzeitig dürfte die Begegnung noch einmal eine andere Herausforderung darstellen als das zurückliegende Gastspiel beim Aufsteiger in Kirchlengern. Mit dem Tabellensechsten wartet ein etablierter Westfalenligist, der nach einer Niederlage zurück vor heimisches Publikum kommt und dort eine Reaktion zeigen möchte. Für die Rot-Weissen wird deshalb erneut entscheidend sein, über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben und die eigene Qualität mit der notwendigen Intensität zu verbinden.

Die vergangenen beiden Begegnungen haben gezeigt, dass RWA unterschiedliche Spielverläufe erfolgreich bewältigen kann. Gegen Rödinghausen II fand die Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich die richtige Antwort und gewann mit 3:1. In Kirchlengern überstand sie eine Druckphase des Gegners und setzte anschließend selbst den entscheidenden Treffer.

Nun folgt der nächste Prüfstein. Anstoß zwischen dem FSC Rheda und Rot Weiss Ahlen ist am morgigen Sonntag um 15:00 Uhr in der TSG-Kampfbahn in Rheda.

Faninformationen

Für alle Rot-Weissen, die unsere Mannschaft am Sonntag nach Rheda begleiten, liegen uns vom Gastgeber derzeit keine gesonderten Fan- oder Anreiseinformationen vor. Auch einen Livestream der Begegnung wird es nicht geben. Wir freuen uns daher über jeden Rot-Weissen, der den Weg nach Rheda auf sich nimmt und unsere Mannschaft vor Ort unterstützt.