Der Verein - Historie
Als 1901 in Ahlen die Suche nach dem "schwarzen Gold", der Steinkohle, begann, fanden sich nach Feierabend oft die "Malocher" zum Fußballspielen auf der Marienwiese ein. Auch nach Fertigstellung der Zeche im März 1913 war Fußball nach Feierabend die Hauptbeschäftigung der Kumpel.
Als im Jahr 1917 die Belegschaft der Zeche auf 3.658 Arbeiter und Beamte angestiegen war, wurden die ersten Fußballclubs gegründet. Der Bekannteste war der Freie Sportclub Union (FSCU) Ahlen, der es immerhin schaffte, in die zweithöchste Spielklasse des Westdeutschen Sportverbandes aufzusteigen. Als die NSDAP auch in Ahlen immer mehr an Macht gewann, wurde der FSCU, in dem 75% Ausländer spielten, verboten. 1933 wurde der Tus Germania Ahlen gegründet.
Die Turnabteilung wurde Ende der 30er Jahre zum Prunkstück des Vereins. Um keine Schwierigkeiten mit den Nationalsozialisten zu bekommen, fusionierte der TuS Germania mit Wacker Ahlen, einem angesehenen Verein aus dem Stadtteil Vorhelm.
So entstand der zunächst mitgliederstärkste Verein in Ahlen. Nach 1945 gab es Bemühungen, die Sportbewegung in Ahlen zu reorganisieren. Nach vielen Versuchen, die alten Vereine wieder ins Leben zu rufen entschloss man sich, die Kräfte zu bündeln und hab einem großen Verein den Vorzug. Acht ehemalige Ahlener Sportvereine schlossen sich 1948 zum TuS Ahlen zusammen. Das Großereignis dieser Zeit war das Spiel der Schalker Knappen beim TuS Ahlen. Schalke 04 gewann damals in Bestbesetzung mit 7:2. TuS Ahlen spielte nach dem Krieg viele Jahre in den höchsten Amateurklassen Westfalens. Nach vielen Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte schien 1992, mit dem drohenden Abstieg in die Kreisliga, das Ende des Traditionsvereins TuS Ahlen gekommen. In einem beispiellosen Aufstieg schaffte der Verein unter Präsident Helmut Spikker, einem Ahlener Jungen, von 1992 bis 1996 den Sprung in die Regionalliga West/Südwest. 1996 fusionierte der Tus Ahlen mit Blau-Weiß Ahlen zum Leichtathletik Rasensport Ahlen e.V.
Als TuS Ahlen im November 1991 in der schwersten Krise seit der Vereinsgründung 1948 steckte und der Abstieg des Traditionsvereins in die Kreisliga drohte, entschloss sich Helmut Spikker, den Verein zu unterstützen. Er fasste den Entschluss, den Verein aus dem Nichts nach oben zu führen. Ein Entschluss, der von vielen belächelt wurde.
Niemand konnte so recht daran glauben, dass der Verein noch zu retten sei. Es wurde ein Konzept entwickelt, dessen Grundlage die enge Verbindung zwischen LR International und dem Verein TuS war. LR International stellte Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und gab damit Spielern die Chance auf eine langfristige berufliche Perspektive. So gelang es, eine Reihe von Akteuren aus höheren Spielklassen an den Verein zu binden.
Mit Trainer Joachim Krug wurde ein zweitligaerfahrener Trainer verpflichtet, der die Mannschaft viermal in Folge zur Meisterschaft führte und so den unaufhaltsamen Aufstieg von der Bezirksklasse in die Regionalliga schaffte. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga wurde die Verschmelzung aus den Vereinen TuS und Blau-Weiß Ahlen beschlossen. Die Mitgliederversammlung stimmte geschlossen dafür, in Zukunft unter dem Namen Leichtathletik Rasensport Ahlen, kurz LR Ahlen, den Erfolgsweg fortzusetzen.
Der Aufsichtsrat wählte Helmut Spikker zum 1.Vorsitzenden, Heinz Jürgen Gosda wurde 2.Vorsitzender. Mit harter Arbeit und großem persönlichen Engagement gelang es beiden in kürzester Zeit, aus der maroden Glückauf-Kampfbahn das neue, schmucke Wersestadion entstehen zu lassen.
09.Juni 2000: Jubel über den Aufstieg in die 2.Bundesliga (Foto: Henning Wegener)
In den folgenden vier Jahren spielte LR Ahlen in der Regionalliga eine gute Rolle. Mit Trainer Franz-Josef "Jupp" Tenhagen gelang schließlich nach der Saison 1999/2000 durch ein 2:1 im Relegationsspiel gegen den 1.FC Union Berlin der Aufstieg.
Mit einigen namhaften Trainern (u.a. Peter Neururer und Werner Lorant) schaffte es Ahlen, sich mit sechs Jahren 2.Liga-Zugehörigkeit fast schon zu einer Institution dieser Klasse zu entwickeln. Doch dann musste der Verein den bitteren Schritt zurück in die Regionalliga antreten.
Durch den Ausstieg von Hauptsponsor LR International stimmte die Mitgliederversammlung im Mai 2006 einer Umbenennung in ROT WEISS AHLEN zu.
Nachdem in der Premierensaison (2006/2007) des neuen Vereins der Klassenerhalt in der Regionalliga Nord knapp geschafft wurde, gelang unter Trainer Christian Wück in der darauffolgenden Spielzeit die Sensation. Nach 38 Spieltagen standen die Rot-Weissen ganz oben. Kapitän Daniel Thioune bekam in Babelsberg den Meisterwimpel überreicht und ganz Ahlen feierte die Rückkehr in die 2.Bundesliga.
Als im Jahr 1917 die Belegschaft der Zeche auf 3.658 Arbeiter und Beamte angestiegen war, wurden die ersten Fußballclubs gegründet. Der Bekannteste war der Freie Sportclub Union (FSCU) Ahlen, der es immerhin schaffte, in die zweithöchste Spielklasse des Westdeutschen Sportverbandes aufzusteigen. Als die NSDAP auch in Ahlen immer mehr an Macht gewann, wurde der FSCU, in dem 75% Ausländer spielten, verboten. 1933 wurde der Tus Germania Ahlen gegründet.
Die Turnabteilung wurde Ende der 30er Jahre zum Prunkstück des Vereins. Um keine Schwierigkeiten mit den Nationalsozialisten zu bekommen, fusionierte der TuS Germania mit Wacker Ahlen, einem angesehenen Verein aus dem Stadtteil Vorhelm.
So entstand der zunächst mitgliederstärkste Verein in Ahlen. Nach 1945 gab es Bemühungen, die Sportbewegung in Ahlen zu reorganisieren. Nach vielen Versuchen, die alten Vereine wieder ins Leben zu rufen entschloss man sich, die Kräfte zu bündeln und hab einem großen Verein den Vorzug. Acht ehemalige Ahlener Sportvereine schlossen sich 1948 zum TuS Ahlen zusammen. Das Großereignis dieser Zeit war das Spiel der Schalker Knappen beim TuS Ahlen. Schalke 04 gewann damals in Bestbesetzung mit 7:2. TuS Ahlen spielte nach dem Krieg viele Jahre in den höchsten Amateurklassen Westfalens. Nach vielen Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte schien 1992, mit dem drohenden Abstieg in die Kreisliga, das Ende des Traditionsvereins TuS Ahlen gekommen. In einem beispiellosen Aufstieg schaffte der Verein unter Präsident Helmut Spikker, einem Ahlener Jungen, von 1992 bis 1996 den Sprung in die Regionalliga West/Südwest. 1996 fusionierte der Tus Ahlen mit Blau-Weiß Ahlen zum Leichtathletik Rasensport Ahlen e.V.
Als TuS Ahlen im November 1991 in der schwersten Krise seit der Vereinsgründung 1948 steckte und der Abstieg des Traditionsvereins in die Kreisliga drohte, entschloss sich Helmut Spikker, den Verein zu unterstützen. Er fasste den Entschluss, den Verein aus dem Nichts nach oben zu führen. Ein Entschluss, der von vielen belächelt wurde.
Niemand konnte so recht daran glauben, dass der Verein noch zu retten sei. Es wurde ein Konzept entwickelt, dessen Grundlage die enge Verbindung zwischen LR International und dem Verein TuS war. LR International stellte Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und gab damit Spielern die Chance auf eine langfristige berufliche Perspektive. So gelang es, eine Reihe von Akteuren aus höheren Spielklassen an den Verein zu binden.
Mit Trainer Joachim Krug wurde ein zweitligaerfahrener Trainer verpflichtet, der die Mannschaft viermal in Folge zur Meisterschaft führte und so den unaufhaltsamen Aufstieg von der Bezirksklasse in die Regionalliga schaffte. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga wurde die Verschmelzung aus den Vereinen TuS und Blau-Weiß Ahlen beschlossen. Die Mitgliederversammlung stimmte geschlossen dafür, in Zukunft unter dem Namen Leichtathletik Rasensport Ahlen, kurz LR Ahlen, den Erfolgsweg fortzusetzen.
Der Aufsichtsrat wählte Helmut Spikker zum 1.Vorsitzenden, Heinz Jürgen Gosda wurde 2.Vorsitzender. Mit harter Arbeit und großem persönlichen Engagement gelang es beiden in kürzester Zeit, aus der maroden Glückauf-Kampfbahn das neue, schmucke Wersestadion entstehen zu lassen.
09.Juni 2000: Jubel über den Aufstieg in die 2.Bundesliga (Foto: Henning Wegener)
In den folgenden vier Jahren spielte LR Ahlen in der Regionalliga eine gute Rolle. Mit Trainer Franz-Josef "Jupp" Tenhagen gelang schließlich nach der Saison 1999/2000 durch ein 2:1 im Relegationsspiel gegen den 1.FC Union Berlin der Aufstieg.
Mit einigen namhaften Trainern (u.a. Peter Neururer und Werner Lorant) schaffte es Ahlen, sich mit sechs Jahren 2.Liga-Zugehörigkeit fast schon zu einer Institution dieser Klasse zu entwickeln. Doch dann musste der Verein den bitteren Schritt zurück in die Regionalliga antreten.
Nachdem in der Premierensaison (2006/2007) des neuen Vereins der Klassenerhalt in der Regionalliga Nord knapp geschafft wurde, gelang unter Trainer Christian Wück in der darauffolgenden Spielzeit die Sensation. Nach 38 Spieltagen standen die Rot-Weissen ganz oben. Kapitän Daniel Thioune bekam in Babelsberg den Meisterwimpel überreicht und ganz Ahlen feierte die Rückkehr in die 2.Bundesliga.
Sommermärchen 2008: Jubel über die Rückkehr in die 2.Bundesliga (Foto: Henning Wegener)
Text verfasst von Marc Kreisel und Christian Bücker









